Vortrag „Faszination Bienen“ & Honig aus eigener Imkerei
Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Bienen!
Ich zeige Ihnen, wie die kleinen Insekten organisiert sind, warum sie so wichtig für uns sind und wie sie den süßen Honig entstehen lassen.
Wer die Bienen einmal aus nächster Nähe erleben möchte, ist herzlich eingeladen, meine Hobbyimkerei im Hochfelder Weg in Heide zu besuchen.
Honig von der Hochfelder Honigfarm
Mit einer geringen Auswahl an Bienenvölkern produziere ich ca. 240kg Honig im Jahr und lasse den Bienen dabei einen Vorrat für den Winter.
Während eine Honigbiene etwa 100mg wiegt, schafft sie es ca. 60mg gesammelten Nektar in ihrer Honigblase zu ihrem Bienenstock zu transportieren. Um diese Menge aufzunehmen, besucht sie ca. 100 Blüten. Sie fliegt 10–15-mal pro Tag raus und bestäubt somit 1.000 – 1.500 Blüten pro Tag!
Bei ihrem jeweiligen Flug ist die Honigbiene blütentreu und besucht nur eine Blütensorte. Dabei nimmt sie Pollen auf und sammelt diesen in ihren Pollenhöschen. Dadurch werden die Blüten bestäubt.
Aus ihrer Honigblase übergibt die Biene den Nektar einer anderen Biene, die den Nektar in die Wabenzelle gibt. Die Bienen nehmen den Nektar immer wieder auf und geben diesen in die Zelle zurück. Dadurch reichern sie den Nektar mit körpereigenen Enzymen an und entziehen diesem Wasser. Dadurch wird aus Nektar Honig.
Wenn der Wassergehalt unter 20% liegt, ist der Honig reif und die Honigbienen überziehen diesen mit einem Wachsdeckel. Dieser kann von den Bienen nochmals geöffnet werden, um den Nektar wiederholt aufzunehmen und wieder zurückzugeben.
Durch den Wassergehalt hat Honig weniger Kalorien als Haushaltszucker. Zudem hat Honig ein tolles Aroma und schmeckt jedes Jahr anders, da die Bienen unterschiedliche Blüten besuchen. Die Enzyme und Vitamine, mit denen die Bienen den Honig anreichern, machen etwa 2% aus. Das wären bei einem 250g Glas 5g. Da Honig zum größten Teil aus Frucht- oder Traubenzucker besteht, sollte dieser in Maßen genossen werden.
Der Honig wird 2x pro Jahr geerntet. Mitte Mai wird die Frühjahrstracht geerntet und Mitte Juli die Sommerblütenernte. Dazu werden zuerst die Rähmchen bienenfrei entnommen und in die Honigküche transportiert.
In meiner Honigküche werden die Honigrähmchen mit einer Entdeckelungsgabel von ihrem Wachsdeckel befreit. Dies ist der Arbeitsgang, um zu ermöglichen, dass der Honig an die Wand der Honigschleuder geschleudert wird und dann aus dem Hahn in den Honigeimer läuft.
Um den Honig von Wachsresten zu befreien, wird dieser durch ein grobes und anschließend durch ein feines Sieb gegeben.
Wenn der Honig nach der Ernte im Eimer ist, ruht dieser für wenige Tage in meiner Honigküche. Ganz kleine Wachsteilchen und Luftbläschen schweben in der Zeit nach oben und können an der Oberfläche mit einem Teigschaber entnommen werden. Wenn der Frühtrachthonig klar ist, wird dieser 2x am Tag für 5 Minuten mit einem Gerät durchgerührt. Nach etwa 5 Tagen wird der Honig zu einer cremigen Konsistenz, wenn dieser einen ausreichenden Anteil an Rapstracht enthält. Nun kann der Honig durch einen Hahn in die Gläser gegeben werden.
Die Sommertrachternte beinhaltet u.a. Nektar aus Lindenblüten und Kräutern. Dieser Honig ist zu Beginn flüssig und wird mit der Zeit fest. Im Wasserbad kann der Honig erwärmt werden, um diesen wieder flüssig zu bekommen. Honig sollte nicht über 40 °C erwärmt werden, da sonst die gesunden Inhaltstoffe leiden. Honig sollte immer trocken und dunkel gelagert werden!
Wichtig zu wissen!
Honiggläser sollten immer ganz entleert und ausgewaschen im Glascontainer entsorgt werden! Wenn sich noch Honigreste darin befinden, können Bienen davon angelockt werden und diese in ihr Bienenvolk bringen. Da fremder Honig Sporen der Amerikanischen Faulbrut enthalten kann, können Bienenvölker dadurch krank werden und andere Völker anstecken! Honiggläser können auch bei Imkern abgegeben und weiter genutzt werden.